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Live Panorama Multivisions-Diashow

"4277 km zu Fuss"

 
  Pressetexte
   
Kurzmitteilung (1000 Anschläge)
   
Kurzmitteilung (2000 Anschläge)
   
Der Pacific Crest Trail (Daten)
   
Routenverlauf
   
Wie findet man sich auf dem Trail zurecht?
   
Interview kurz (6500 Anschläge)
   
Interview lang (15'000 Anschläge)
   
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  Kurzmitteilung (1000 Anschläge)
   
 

Während 161 Tagen bahnen sich Kathrin Achini und Andreas Kramer auf einem 4277 Kilometer langen Fussmarsch ihren Weg durch knochentrockene Wüsten, über matschige Pfade und über verschneite Pässe. Auf dem Pacific Crest Trail, dem längsten Trail der Welt, zwischen Mexiko und Kanada, meistern sie nebst Begegnungen mit Bären und Klapperschlangen auch die Durchquerung reissender Flüsse, vereister Schnee- und staubiger Lavafelder. Sie treffen auf stille Berg- uns Seenwelten, himmelhohe Gebirgspässe und endlose Stunden in schier undurchdringbaren Urwäldern.

Andreas Kramer erzählt live von den gemeinsamen Abenteuern, den umfangreichen Vorbereitungen und den Begegnungen mit anderen Trekkern. Seine faszinierenden Panoramafotos zeigen die vielfältige und unberührte Landschaft, die sie auf den endlosen Kilometern zwischen der mexikanischen und kanadischen Grenze durchstreifen.

Witzige Geschichten und Füsse  zerfetzende Erlebnisse versprechen einen spannenden Multivisionsabend, realisiert mit 9 Projektoren auf einer 9 Meter Panoramaleinwand, Intervieweinspielungen, Musik von Mario Giovanoli, Rezitationen gelesen von Amido Hoffmann.

 

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  Kurzmitteilung (2000 Anschläge)
   
 

Während 161 Tagen bahnen sich Kathrin Achini und Andreas Kramer auf ihrem 4277 Kilometer langen Fussmarsch einen Weg durch knochentrockene Wüsten, matschige Pfade und über verschneite Hochgebirge. Auf dem Pacific Crest Trail, dem längsten Wanderweg der Welt, meistern sie nebst Begegnungen mit Bären und Klapperschlangen auch die Durchquerung reissender Flüsse, vereister Schnee- und staubiger Lavafelder. Ihre Route zwischen Mexiko und Kanada führt entlang der westlichsten Gebirgszüge der USA und bringt sie in Gegenden fernab jeglicher Zivilisation.
 Sie bewältigen 160.000 Höhenmeter, schlagen sich wochenlang mit Steckmücken herum und stapfen durch Nebel sowie sommerliche Schneegestöber. Wanderungen über scharfkantige Grate wie auch Nerven zehrende Stunden durch schier undurchdringbare Urwälder und endlose Kilometer auf sandigen Pfaden erwarten sie auf ihrer Tour.
 „Tage ohne Wasser, mit zu wenig Proviant und Rucksäcke, die auch mal 25 oder 30 Kilo auf die Waage bringen, brachen beinahe unseren Durchhaltewillen“ erzählt die 36 jährige Kathrin Achini rückblickend.
 
 In stillen Berg- und Seenwelten erholen sie sich von der täglich 8 – 11 stündigen Wanderschaft. Es bleiben geniesserische Momente und Erinnerungen, von der faszinierenden Landschaftsszenerie, welche sie unter anderem in den sieben Nationalparks, fünf State Parks, 24 National Forests und 36 Wilderness Areas, die sie durchqueren, antreffen.
 
 Live erzählt Andreas Kramer von Begegnungen mit anderen Trekkern, und den Monaten voller Abenteuer in der unberührten Wildnis. Besonders reizvoll ist, dass sie Amerika von einer unbekannten und kaum besuchten Seite kennen lernen.
 Nicht zu kurz kommt die Schilderung der enormen logistischen Vorbereitung um diese gewaltige Distanz bewältigen zu können. Aber auch die Eindrücke ihrer Leidensgenossen, die ebenfalls den Versuch wagten von Grenze zu Grenze zu trekken, vermitteln, wie ein derartiges Projekt schier undurchführbar ist.
 „Wir ahnten nicht, was uns alles erwarten wird. Von der Schönheit der Natur wie auch von den Schwierigkeiten wurden wir überrumpelt“, blickt Kramer zurück. „Doch wir wollten 4277 km marschieren und von diesem Traum liessen wir uns nicht abhalten!“
 
 
 Die 100 minütige, aufwändig gestaltete Show bezaubert durch seine Panoramadias von den faszinierenden Naturwundern wie auch durch die Schilderung der zahllosen Mühen der beiden Langstreckenwanderer.
 
 Witzige Geschichten und Füsse zerfetzende Erlebnisse versprechen einen spannenden Multivisionsabend. Realisiert mit 9 Projektoren auf einer 9 Meter Panoramaleinwand, Intervieweinspielungen, Musik von Mario Giovanoli, Rezitationen gelesen von Amido Hoffmann.
 Kramers Buch „Pacific Crest Trail“ ist im Conrad Stein Verlag erschienen und im Buchhandel oder bei www.XLphoto.net erhältlich.

 

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  Portrait der Referenten (670 Anschläge)
   
 

Andreas Kramer (Jg. 1966) und Kathrin Achini (Jg. 1967) leben in Pontresina, seit sie Ihre Zeit des Reisens vorübergehend unterbrochen haben. Ihre Ausbildungen zum Photographen beziehungsweise zur Hotelière schlossen sie in den frühen Neunzigerjahren ab. Daraufhin durchstreiften sie auf der Suche nach Abenteuern über 80 Länder des Globus. Ihre längste Reise dauerte über vier Jahre. Die 4277 Kilometer lange Wanderung auf dem Pacific Crest Trail von Mexiko nach Kanada war ihr bis anhin ihr grösstes und ehrgeizigstes Projekt. Kramer verfasste über dieses Abenteuer ein Reisebuch und ist nun mit seiner Live Panorama-Multivisionsschau auf Schweizer Tournee.

   
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  Das Pacific Crest Trail (Daten)
   
 
  • Der Pacific Crest Trail ist der längste zusammenhängende Trail der Welt von der mexikanischen zur kanadischen Grenze.

  • Gesamtlänge 4277 Kilometer.

  • Er kreuzt Kalifornien, Oregon und Washington.

  • Er durchquert 7 Nationalparks (u.a. Yosemite NP, Sequoia NP, Lassen Volcanic NP), 26 Natio­nal Forests und unzählige State Forests und Wilderness Areas.

  • Stets führt er durch wilde, unberührte Gegenden des Westens der USA .

  • Er berührt 7 Klimazonen, vom Wüstenklima im Süden bis zum alpinen Hochgebirgsklima der High Sierra.

Was bedeutet es, diesen Trail in seiner ganzen Länge zu wandern?

  • Aus klimatischen Gründen muss er in weniger als 5 Monaten marschiert werden, daraus resultieren Tagesetappen von 35 - 50 Kilometern.

  • Eine logistische Knacknuss bilden die 30 Versorgungspakete, die platziert werden müssen, um den Nahrungsmittelnachschub zu gewährleisten.

  • Die Temperaturen schwanken von –10°C bis an die 40°C.

  • Derweilen sind Strecken von über 50 Kilometern ohne Wasser zu überwinden.

  • Die Erfolgsquote den Trail in einem Sommer in seiner ganzen Länge zu durchwandern liegt witterungsbedingt bei 3% - 25%.

  • Es stehen keinerlei Hütten für die Übernachtung zur Verfügung.

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  Routenverlauf
   
 

Zu begehen ist der PCT sowohl von Norden als auch von Süden. Für eine Gesamtwanderung in einem Stück ist ein Start im Süden besser, weil im Norden der Schnee einen frühen Aufbruch verhindert. Generell unterteilt man den Trail in fünf grosse Abschnitte:

 1. Südkalifornien: Auf den ersten 1.000 Kilometern geht es oft durch dichtes Buschwerk, dem Chaparral: Eine zähe, drahtig-strauchige Vegetationsgemeinschaft, die der sengenden Sommersonne Südkaliforniens geduldig trotzt. Neben dem wie Zunder brennenden Chamise wachsen Tabak,- Kaffee- und Beifussbusch. Auch Bergflieder, Streifholz, Gerberstrauch, Bergmahagoni das Yerba Santa, das 'Heilige Kraut' säumen den Trail. Die Spanier erforschten dieses Gebiet und gaben der Pflanzengemeinschaft ihren Namen. Doch sobald man die Baumgrenze überschreitet – erst ab 1.800 Metern ist ein Baumwuchs möglich – findet man eine Vielzahl an Koniferen, unter anderem Tannen, Pinien und Zedern. Wesentlich karger ist es wieder in der  Mojavewüste mit Kakteen und einigen wenigen hitzeresistenten Gräsern.

 2. Zentralkalifornien: Auf 900 Kilometer gibt es nichts als Gipfel, Schluchten und schneebedeckte Pässe der High Sierra – von den Spaniern treffender Sierra Nevada benannt. Mancherorts glaubt man sich an einem abgelegenen Ort in den Hochalpen, doch die Weite und Unüberschaubarkeit der kahlen Bergspitzen haben hier weit grössere Dimensionen.

 3. Nordkalifornien: Auf dem dritten, ebenfalls 900 km langen Wegstück vom Lake Tahoe nordwärts, steigt der Trail über Bergrücken von bis zu 2700 Meter Höhe. Meist geht es durch Nadelwälder, nur die höchsten Punkte eröffnen immer wieder Ausblicke in die weite, unbesiedelte Landschaft.

 4. Oregon: Die 700 Kilometer durch Oregon führen an tausenden Seen und Tümpeln vorbei, sowie an den gigantischen Vulkanen der Cascade Range, die bis zu 2.000 Meter aus den Ebenen herausragen. Schwarz und unwirtlich ist die Gegend mit ihren Lavaströmen und vielfarbigen Vulkankegeln.

 5. Washington: Hier verliert man schnell den Überblick über die vielen Täler und Berge, die man auf den 800 Kilometern dutzendfach bezwingen muss. Tag für Tag geht es wie auf einer Achterbahn durch einsame Wildnisgebiete. Es ist die letzte Herausforderung, bevor man zur kanadischen Grenze vorstösst.

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  Wie findet man sich auf dem Trail zurecht?
  Wie findet man sich auf dem Trail zurecht?
   
 

Der Pacific Crest Trail ist nur sehr spärlich markiert, von Beschilderung ist erst gar nicht zu sprechen. Was man benötigt sind J.P. Schaffers Routenführer, die genauste Informationen über den Wegverlauf, Wasserstellen, Ausweichrouten, Wegkreuzungen, Gefahrenstellen, Campiermöglichkeiten und vorhandene oder weggeschwemmte Brücken geben. Die ganzen 4277 km des Trails sind als Ausschnittkarten in diesen Büchern abgedruckt. Sie haben nicht die Qualität einer Schweizerischen Landestopo-Karte, sind zudem nur schwarzweiss, doch sie lassen den Wanderer stets den Weg finden, auch wenn dieser zeitweilig kilometerlang unter Schneefeldern verborgen sein sollte. 

Sehr empfehlenswert ist auch Ray Jardine’s Hikers Handbook, in dem sämtliche Adressen aufgelistet sind, wo man sich die Versorgungspakete hinschicken lassen kann. Der Proviantnachschub ist eigentlich nur mithilfe von Versorgungspaketen realisierbar, da es auf der ganzen Strecke kaum Einkaufsmöglichkeiten gibt, sieht man einmal von Abstechern zu weit entfernten Städten ab. Auf den 4.000 Kilometern gibt es etwa 40 Orte, die einigermassen nahe am Trail liegen, zu denen man sich den Nachschub mit einem Kurierservice oder per Post schicken lassen kann. Bei der Zustellung sind unbedingt die nächstgelegenen Ortschaften zu wählen, um sich unnötige Zusatzkilometer zu ersparen.

Im Idealfall ist der Trail ein meterbreiter, eingeebneter Wanderweg, leicht zu finden und zügig zu wandern. Doch oft hat man mit sandigen oder matschigen Abschnitten zu kämpfen, teils ist er zugeschneit, endet vor einem reissenden Bachbett oder er ist von dichtem Buschwerk überwachsen, dass man seine eigenen Füsse nicht mehr sieht. Es kann auch passieren, dass ein Sturm dutzende Kilometer mit Fallholz verschüttet hat und man sich plötzlich als kletternder Affe auf umgestürzten Bäumen und unter harzigen Ästen wiederfindet. Doch wenigstens hat er an keiner Stelle mehr als 15% Steigung, was mit dem schweren Rucksack sehr angenehm ist und einem überhaupt ermöglicht, täglich 35 bis 50 km zu wandern.

   
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  Interview kurz (6500 Anschläge)
   
 

4277 Kilometer, ist das nicht ein wenig weit?

Kathrin: es kommt immer drauf an wie man unterwegs ist. Zu Fuss ist es bestimmt nicht jedermanns Sache. Kaum jemand kann sich vorstellen, wie weit dies ist. Nicht einmal wir hatten eine Ahnung wie viel 1000 oder 2000 Kilometer zu Fuss sind. Zuhause zogen wir auf dem Atlas Linien, die in etwa den 4277 Kilometern entsprachen und landeten von der Schweiz aus irgendwo in Afghanistan oder die Linie reichte vom Nordkap nach Kairo.

Andreas: Wenn man es genau nimmt, waren es ja um die 4500 Kilometer, da wir immer wieder den Trail verliessen um zu unseren Versorgungspaketen zu gelangen. Erstaunlich ist für mich, wie weit man zu Fuss kommen kann. Wir mussten  an jedem Wandertag 35 km weit marschieren, um es in den 160 Tagen von Grenze zu Grenze zu schaffen.

 Wie fühlt man sich nach 160 Tagen oder 5½ Monaten in der Wildnis?

Andreas: Wir waren zwar 5½ Monate draussen beim Wandern und Zelten, doch ein halbes Dutzend Mal genossen wir den Luxus eines Hotels, wenn wir den Trail verliessen, um ein Versorgungspaket abzuholen.

Kathrin: Für mich war es eine wunderbare Erfahrung, mit wie wenig man auskommt. Wir hatten vom Essen, Kleidern und einem Zelt über dem Kopf immer alles dabei und genossen die völlige Unabhängigkeit von der Zivilisation. 

Mit welchen Gefahren wart ihr konfrontiert?

Andreas: Da denk ich lieber nicht zurück (lacht). Ich glaube es waren nicht unbedingt die Bedrohungen, an die man im ersten Moment denkt, die für uns brenzlig wurden. Eher sehe ich da Kleinigkeiten, die sehr unangenehm hätten werden können: Ein deftig verstauchter Fuss und man liegt erst mal flach. Oder man überlastet seine Bänder und Sehnen. Am meisten beeindruckten mich die vielen vereisten, steil abfallenden Schneefelder, die wir während der ganzen Wanderung bis in den Herbst hinein queren mussten. Trotz der Eisaxt, die wir mittrugen, hätte ich keines  runterrutschen wollen.

 Was waren denn die Bedrohungen, an die man als erstes denkt?

Kathrin: Bären, Schlagen, Lawinen, Schneestürme, Ertrinken, Verdursten, Hitzschlag und Silberlöwen.

 Silberlöwen?

Andreas: Wir kennen sie hier eher als Pumas oder Berglöwe. Sie werden um die 150cm gross, mit Schwanz sind es nochmals 80cm mehr. Wir haben ihre Spuren immer wieder gekreuzt, doch zu Gesicht gekriegt haben wir leider nie einen.

Kathrin: Die Bären sind da berechenbarer, oft sahen wir sie bevor sie uns entdeckten und dann muss man halt zurück oder warten, bis sie davon getrottet sind.

 Wie seid ihr auf die Idee gekommen den weltlängsten Trail zu wandern?

Andreas: Drauf gekommen sind wir auf unserer Weltreise, als wir in Kalifornien unterwegs waren. Wir stöberten eine Werbebroschüre der Trails auf uns liessen uns Unterlagen in die Schweiz senden. Als wir nach vier Jahren endlich wieder in die Heimat gelangten, erwartete uns ein satter Packen Informationen und das Reisefieber packte uns von neuem….

 Wie sah eure Vorbereitung aus?

Andreas: Wir surften was das Zeug hielt im Internet herum, und fanden wunderbare Angaben zu den Schnee- und Niederschlagsverhältnissen, konnten uns ein Bild machen von den einzelnen Etappen, fanden heraus, welches die geeignetsten Orte für die Versorgungspakete sind und lernten allerlei über das Verhalten bei einer Begegnung mit Bären.

Kathrin: Kurz vor Abreise waren wir beinahe täglich auf dem Vitaparcours oder joggten über Stock und Stein.

Andreas: Doch da zweifle ich noch immer, ob das die klügste Vorbereitung war, denn unsere Rücken- und Schultermuskulatur vernachlässigte dieses Training wirklich sträflich.

Worin liegt die Motivation immer weiterzumachen?

Andreas: Jeder, wirklich jeder Tag ist ein Erlebnis und birgt eine Überraschung. Ich glaubte, dass wir beispielsweise in Oregon wochenlang durch immer gleiche Wälder wandern würden, doch ich staunte unentwegt, wie abwechslungsreich die Natur ist und wie sie sich in den Details unterscheidet. Es verging nicht ein Tag, den ich missen wollte. Von mir aus hätte der Trail nochmals 160 Tage dauern können, mir wäre es nicht langweilig geworden.

Kathrin: Mit ging es ebenso, ausser, dass ich am Ende schon ausgebrannt war und nicht nochmals so lange durchgehalten hätte.  

Waren nebst ihnen Kathrin nur Männer unterwegs?

Kathrin: Beinahe. Wir stellten einmal eine Liste von den Leuten zusammen, denen wir begegneten und kamen auf etwa 80 Personen. Von diesen waren nur fünf Frauen, und lediglich zwei schafften es von Grenze zu Grenze.

Andreas: Ich habe mal gehört, dass 300 Wanderer im gleichen Jahr gestartet sein sollen. Irgendwo zwischen 40 und 80 sind in einem Rutsch durchgekommen.

Wieso muss man oder frau die ganze Strecke in einem Jahr wandern?

Kathrin: Das muss niemand. Es gibt zahllose Etappenwanderer, die seit Jahren dabei sind den ganzen PCT kennen zu lernen.

Andreas: Für uns war von Anfang an klar, dass wir nicht die Zeit und auch nicht das Geld hätten um die Strecken in zwei oder drei Sommern zu marschieren. Die Vorbereitung ist zu enorm, dass man das öfter machen will und ein Flug wird einem ja auch nicht gerade geschenkt. 

Ihr sprecht von der enormen Vorbereitung der Versorgungspakete. Wie habt ihr das hingekriegt?

Kathrin: Bei einer Cousine konnten wir die Einkäufe erledigen. Dann galt es die ganzen Esswaren in dreissig Pakete zu verpacken, genau auf die einzelnen Etappen abgestimmt, zu verschnüren, zu beschriften, zu wägen und zu frankieren. Meine Cousine sandte uns nach einem exakten Zeitplan die Pakete an die verschiedenen Verpflegungsorte.

Andreas: Damit wir wussten, wie viel in jedes Packet gepackt werden muss, erstellten wir lange Listen, auf denen grammgenau aufgeführt war, was in welches Paket kommt. Wir mussten also von Anfang an bestimmen, wie viel Essen uns in fünf Monten zur Verfügung stehen wird. Uns war somit genau festgeschrieben, wie lange wir von Etappenort zu Etappenort unterwegs sein können. 

Dachtet ihr nie ans Aufgeben?

Andreas: Nein, ans Aufgeben sicherlich nicht. Ich rechnete uns eine Chance von 30% aus, dass wir durchkommen. 50% dass wir einen Fuss kaputt machen, 10% dass wir nicht fit genug wären und 10% dass etwas Schlimmeres passieren würde.

Kathrin: Es gab Momente, da verfluchte ich die Marschiererei im weichen Sand oder im hüfthohen Schnee. Auch war der schwere Rucksack derweilen schon viel zu schwer. Aber die Erfahrungen die wir machten und die unendlich schönen Begegnungen und Landschaftseindrücke trieben mich stets weiter und es hätte schon schlimmer kommen müssen, damit ich wirklich ans Aufgeben gedacht hätte.

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  Interview lang (15'000 Anschläge)
   
 

4277 Kilometer, ist das nicht ein wenig weit?

Kathrin: es kommt immer drauf an wie man unterwegs ist. Zu Fuss ist es bestimmt nicht jedermanns Sache. Kaum jemand kann sich vorstellen, wie weit dies ist. Nicht einmal wir hatten eine Ahnung wie viel 1000 oder 2000 Kilometer zu Fuss sind. Zuhause zogen wir auf dem Atlas Linien, die in etwas den 4277 Kilometern entsprachen und landeten von der Schweiz aus irgendwo in Afghanistan oder die Linie reichte vom Nordkap nach Kairo. Uns nütze es nur wenig, dass wir auf einer Probewanderung quer durch die Schweiz unsere Ausrüstung und Kondition testeten, das ist in etwa so, wie wenn man einen Hundertmetersprint mit einem Marathon vergleicht.

Andreas: Wenn man es genau nimmt, waren es ja um die 4500 Kilometer, da wir immer wieder den Trail verliessen um zu unseren Versorgungspaketen zu gelangen. Erstaunlich ist für mich, wie weit man zu Fuss kommen kann. Mir gingen oft die Siedler durch den Kopf, die vor bald 200 Jahren mit Ihren Wagen, Rindern und ganzen Hab und Gut quer durch die Staaten reisten. Ohne Landkarten, ohne gesicherte Wege, ohne Versorgungspakete. Dies dauerte manchmal einige Jahre, andere schafften es aber in erstaunlich kurzer Zeit. Wir hatten vielerlei Vorteile, einigermassen gute Ausrüstung, geniale Witterungsbedingungen und eine recht gute Idee von dem was uns Woche für Woche erwarten würde. Trotzdem mussten wir an jedem Wandertag 35 km weit kommen um es in den 160 Tagen von Grenze zu Grenze zu schaffen. 

Wie fühlt man sich nach 160 Tagen oder 5½ Monaten in der Wildnis?

Andreas: Wir waren zwar 5½ Monate draussen beim Wandern und Zelten, doch ein halbes Dutzend mal genossen wir den Luxus eines Hotels, wenn wir jeweils die Pakete abholen gingen.

Kathrin: Für mich war es eine wunderbare Erfahrung, mit wie wenig man auskommt. Wir hatten vom Essen, Kleidern und einem Zelt über dem Kopf immer alles dabei und genossen die völlige Unabhängigkeit von der Zivilisation. In der Sierra Nevada wurde es mir manchmal schon ein wenig mulmig, wenn ich daran zurückdenke, dass wir derweilen zwei, drei Tage benötigt hätten um in einem Notfall Hilfe zu erreichen. Gottlob gab es dort keine Klapperschlangen mehr, für mich die grösste Gefahr während des ganzen Trails.

 Mit welchen Gefahren wart ihr sonst noch konfrontiert?

Andreas: Da denk ich lieber nicht zurück (lacht). Ich glaube es waren nicht unbedingt die Bedrohungen, an die man im ersten Moment denkt, die für uns brenzlig wurden. Eher sehe ich da Kleinigkeiten, die sehr unangenehm hätten werden können: Ein deftig verstauchter Fuss und man liegt erst mal flach. Das Essen kann man ja noch irgendwie strecken, doch wenn kein Wasser in der Nähe ist muss dein Partner irgendwo welches organisieren. Und das kann schon mal – wenn es dumm läuft - zwanzig oder dreissig Kilometer weiter weg sein. Oder man überlastet seine Bänder und Sehnen, mit Entzündungen ist nicht zu spassen. Wir waren ein paar Mal nahe daran deswegen unser Tempo zu verlangsamen oder zu pausieren. Am meisten beeindruckten mich die vielen vereisten, steil abfallenden Schneefelder, die wir während der ganzen Wanderung bis in den Herbst hinein queren mussten. Trotz der Eisaxt, die wir mittrugen, hätten ich keines  runterrutschen wollen. 

Was waren denn die Bedrohungen, an die man als erstes denkt?

Kathrin: Bären, Schlagen, Lawinen, Schneestürme, Ertrinken, Verdursten, Hitzschlag und Silberlöwen. 

Silberlöwen?

Andreas: Wir kennen sie hier eher als Pumas oder Berglöwe. Sie werden um die 150cm gross, mit Schwanz sind es nochmals 80cm mehr. Wir haben ihre Spuren immer wieder gekreuzt, doch zu Gesicht gekriegt haben wir zum Glück nie einen.

Kathrin: Sie können zwar Hirsche reissen, doch Menschen sollen sie nur selten angreifen und dann gehen sie eher auf Kinder. Ich habe einmal gelesen, er könne aus dem Stand acht Meter weit springen, da hat man gar keine Chance wegzukommen. Doch ich hatte viel mehr Respekt vor den Klapperschlangen, denen wir sehr oft begegneten. Wir hatten immer wieder unsere liebe Mühe sie zu umgehen, wenn sie uns den Weg versperrten.

Andreas: Die liegen natürlich immer da, wo der Weg am schmalsten ist und man keine Chance hat, um sie herumzugehen. Sie reagieren herzlich wenig auf Schritte und Trampeln. Wenn man einmal mit ihnen konfrontiert ist, gehen sie auf Abwehrhaltung, rasseln wie wild mit Ihrer Klapper und verdrücken sich nicht wie andere Schlangen ins Gebüsch. – Die Bären sind hingegen berechenbarer, oft sahen wir sie bevor sie uns entdeckten und dann muss man halt zurück oder warten, bis sie davon getrottet sind. Sie haben eingentlich mehr Schiss vor uns als wir vor ihnen und waren längst in den Bäumen oder im Unterholz verschwunden, wenn sie uns zuerst entdeckt hatten.

Kathrin: Trotzdem muss man das Essen beim Campen immer in die Bäume hängen, da sind sie gar nicht zimperlich, wenn sie etwas geschnüffelt haben. Einen PCT Wanderer haben sie mitsamt dem Zelt davon gezerrt, weil er meinte, auf seinem Proviant schlafen zu müssen. – Die Schneestürme hielten sich bei uns zum Glück in Grenzen und verdurstet sind wir auch nicht. Dafür haben wir auch endlos schwere Rucksäcke getragen, einmal meinten wir zwanzig Liter Wasser einen Berg hochtragen zu müssen. Wäre es am andern Tag, wo wir abends eine Quelle erreichten, auch so heiss geblieben, hätten wir vielleicht alles gebraucht, doch das Wetter kippte um, und wir frohren uns den Hintern ab und benötigten nicht einen Viertel von dem, was wir mitschleppten. – Die Flüsse und Bergbäche, ich glaube in der Sierra waren es mal acht Stück an einem Tag, furteten wir stets zu zweit. Ausser wenn Andreas wieder einmal ein Foto von mir schiessen wollte, als mir das eisige Schmelzwasser bis zu den Hüften reichte…  

Wie seid ihr auf die Idee gekommen den weltlängsten Trail zu wandern?

Andreas: Der Pacific Crest Trail ist der längste zusammenhängende Trail der Welt um genau zu sein. Es gibt in Nordamerika noch weitere Trails, die länger sind, aber nicht als durchgehender Weg von A nach B führen. Drauf gekommen sind wir auf unserer Weltreise, als wir in Kalifornien unterwegs waren. Wir stöberten eine Werbebroschüre des Trails auf uns liessen uns Unterlagen in die Schweiz senden. Als wir nach vier Jahren endlich wieder in die Heimat gelangten, erwartete uns ein satter Packen Informationen und das Reisefieber packte uns von neuem….

Kathrin: Zwei Freunde waren vor Jahren auf dem John Muir Trail, der auf einem kurzen Stück parallel zum PCT verläuft, unterwegs. Ihre Dias und Erzählungen von der fantastischen Landschaft und Wildheit der Natur gaben uns dann den Kick das Projekt ernsthaft in Angriff zu nehmen.

 Wie sah eure Vorbereitung aus?

Kathrin: (Überlegt lange und schmunzelt) Stümperhaft!

Andreas: Halt halt, so mies war sie nun auch wieder nicht. Wir surften was das Zeug hielt im Internet herum, und fanden wunderbare Angaben zu den Schnee- und Niederschlagsverhältnissen, konnten uns ein Bild machen von den einzelnen Etappen, fanden heraus, welches die geeignetsten Orte für die Versorgungspakete sind und lernten allerlei über das Verhalten bei einer Begegnung mit Bären. Natürlich verzettelten wir uns auch in den Tausenden Rastschlägen, welches nun die ultimative Ausrüstung und der beste Trail Food sein könnte.

Kathrin: Und wir waren kurz vor Abreise beinahe täglich auf dem Vitaparcours oder joggten über Stock und Stein.

Andreas: Doch da zweifle ich noch immer, ob das die klügste Vorbereitung war, denn unsere Rücken- und Schultermuskulatur vernachlässigte dieses Training wirklich sträflich. Unsere Beine waren zwar fit und wir hatten damit am wenigsten Probleme, aber der Rucksack brachte uns beinahe schon am ersten Tag um. Wir meinten nur das allernotwendigste dabei zu haben, lernten aber sehr bald, wie viel unnützen Krempel wir mitschleppten, und glücklicherweise entledigten wir uns später von je 12 Pfund Ausrüstung. Die Martern in den Schultern waren zeitweise nur mit Schmerztabletten auszuhalten. Auch die Füsse waren der grossen Hitze Südkaliforniens nicht gewachsen. Ich erinnere mich daran, dass ich nachts zum Pinkeln raus musste. Doch ich brachte es nicht fertig auf meine Latschen zu stehen und so kroch ich auf den Knien zum nächsten Baum. 

Worin liegt die Motivation immer weiterzumachen?

Andreas: Jeder, wirklich jeder Tag ist ein Erlebnis und birgt eine Überraschung. Ich glaubte, dass wir beispielsweise in Oregon wochenlang durch immer gleiche Wälder wandern würden. Doch ich staunte unentwegt, wie abwechslungsreich die Natur ist und wie sie sich in den Details unterscheidet: Mal waren es die Schmetterlinge die ihr Aussehen änderten, dann die Gestalt und Höhe der Bäume, dann wieder der Lichteinfall der vom kalten blauweiss am Mittag zum braunen Warm des Abends änderte oder die Varietät der Gesteinsformen, die vom puderfeinen Wüstensand zum scharfkantigen Geröll der Vulkane im Norden reichte. Es verging nicht ein Tag, den ich missen wollte. Von mir aus hätte der Trail nochmals 160 Tage dauern können, mir wäre es nicht langweilig geworden.

Kathrin: Mit ging es ebenso, ausser, dass ich am Ende schon ausgebrannt war und nicht nochmals so lange durchgehalten hätte. – Witzig waren bestimmt auch die zahlreichen Mitwanderer, denen man vereinzelt auf dem Trail, aber immer wieder bei den Versorgungsorten begegnete. Da waren schon ulkige Typen dabei, zum Beispiel einer, der mir mal sagte, „I love to punish my body“, also er liebe es, sich und seinen Körper zu strafen. So machte es ihm nichts aus, mal 24 Stunden am Stück zu wandern, oder Nacht für Nacht ohne Matte und Zelt zu schlafen. Oder ein anderer ersparte sich das Gewicht einer Landkarte, wobei er dann regelmässig die Wasserstellen verpasste und gezwungen war 60 oder 70 km am Stück zu wandern, bis er endlich welches fand. Erfreulicherweise gab es aber auch noch normale Hiker, solche die nur ihre geschiedene Frau vergessen wollten oder andere, die beim Militär aus irgendwelchen Gründen rausgefault waren und sich nun selber etwas beweisen wollten. Wir trafen auch Naturfreeks, die über jeden Strauch und jede Fliege etwas zu berichten wussten, doch durch ihre Beobachtungen waren sie eindeutig zu langsam um in einem Rutsch nach Kanada zu gelangen.

Waren nebst ihnen Kathrin nur Männer unterwegs?

Kathrin: Beinahe. Wir lernten während diesem halben Jahr nur Stephanie aus Seattle, die ältere Annie, die flippige Katie, Lia, die mit Andy unterwegs war und Shannon, die schon nach ein paar Wochen aufgab, kennen. Wir stellten einmal eine Liste von den Leuten zusammen, denen wir begegneten und kamen auf etwa 80 Personen. Von diesen waren wie gesagt nur fünf Frauen, und lediglich Stephanie und Lia schafften es von Grenze zu Grenze.

Andreas: Ich habe mal gehört, dass 300 Wanderer in gleichen Jahr gestartet sein sollen. Irgendwo zwischen 40 und 80 haben es in einem Rutsch geschafft. Im Jahr zuvor waren es lediglich 6 Stück, denn die miserablen Schneeverhältnisse verhinderten ein Durchzukommen. So sammelten sich im Sommer darauf die Wanderer buchstäblich an, um es erneut zu versuchen. Da es ein Prachtsjahr war, gelang auch so vielen die ganze Wanderung. Unterwegs sind übrigens zu 99% US-Amerikaner. Soweit ich informiert bin, waren wir nebst zwei Deutschen, drei Norwegern und einem Engländer die einzigen Ausländer.

Wieso muss man oder frau die ganze Strecke in einem Jahr wandern?

Kathrin: Das muss niemand. Es gibt zahllose Etappenwanderer, die seit Jahren dabei sind den ganzen PCT kennen zu lernen. Daneben eignen sich auch viele Strecken für Kurzwanderungen von drei bis acht Tagen. Für uns war von Anfang an klar, dass wir nicht die Zeit und auch nicht das Geld hätten, die Strecken in zwei oder drei Sommern zu marschieren. Die Vorbereitung ist zu enorm, dass man das öfter machen will und ein Flug wird einem ja auch nicht gerade geschenkt.

Andreas: Da wir alles in einem Rutsch wandern wollten waren wir auch ziemlich im Stress, denn uns waren nur fünf, maximal sechs Monate Zeit vorgegeben. Zu früh kann man im Frühling nicht starten, denn in den San Gabriel Mountains und all den anderen Gebirgen im Süden Kaliforniens liegt bis in den Sommer hinein der Schnee. Durch die High Sierra kommt man vor Mitte Juni auch kaum, auf jeden Fall nicht in einem vernünftigen Tempo. Somit kann man erst ende April starten. Im September und Oktober muss man sich dann sputen, damit man vor dem Winteranfang (der begann bei uns am 25. September) ans Ziel gelangt. 

Ihr sprecht von der enormen Vorbereitung der Versorgungspakete. Wie habt ihr das hingekriegt?

Kathrin: Wir hatten das Glück, dass eine Cousine in den USA lebt. Dort nisteten wir uns für eine gute Woche ein und durchforsteten die Supermärkte. Als wir unsere vollbeladenen Wägelchen, die in Amerika fast so gross wie VW Käfer sind, an die Kasse schoben, fragte uns eine Verkäuferin, ob wir für ein Lager einkaufen würden. Dann galt es die ganzen Esswaren in dreissig Pakete zu verpacken, genau auf die einzelnen Etappen abgestimmt, zu verschnüren, zu beschriften, zu wägen und zu frankieren. Meine Cousine sandte uns nach einem exakten Zeitplan die Pakete an die verschiedenen Verpflegungsorte.

Andreas: Damit wir wussten, wie viel in jedes Packet gepackt werden muss, erstellten wir lange Listen, auf denen grammgenau aufgeführt war, was in welches Paket kommt. Wir wogen Reis, Nudeln, Trockenfreisch und so weiter ab und schmierten Salz, Öl, Nutella, Senf und Zucker und vielerlei mehr in Plastiksäckchen. Wir mussten also von Anfang an bestimmen, wie viel Essen uns in fünf Monten zur Verfügung stehen wird. Uns war somit genau festgeschrieben, wie lange wir von Etappenort zu Etappenort unterwegs sein können. Zwischendurch versuchten wir in den winzigen Orten, wo wir Nachschub erhielten, unseren Speiseplan mit Frischwaren zu bereichern, doch waren die Geschäfte, falls es überhaupt welche gab, meist nur sehr spartanisch ausgerüstet und boten nichts weiter als Chips und Süssigkeiten. Wären sie gut ausgerüstet gewesen, hätte dies unser Leben auch nicht vereinfacht, denn wo kann man 28 Gramm Salz, 550 Gramm Nudeln, zweieinhalb Ohrenstäbchen oder 40 cm Klebeband, wie wir es in unsere Pakete packten, kaufen?

 Dachtet ihr nie ans Aufgeben?

Andreas: Nein, ans Aufgeben sicherlich nicht. Ich rechnete uns eine Chance von 30% aus, dass wir durchkommen. 50% dass wir einen Fuss kaputt machen, 10% dass wir nicht fit genug wären und 10% dass was Schlimmeres passieren würde.

Kathrin: Es gab Momente, da verfluchte ich die Marschiererei im weichen Sand oder im hüfthohen Schnee. Auch war der schwere Rucksack derweilen schon viel zu schwer. Aber die Erfahrungen die wir machten und die unendlich schönen Begegnungen und Landschaftseindrücke trieben mich stets weiter und es hätte schon schlimmer kommen müssen, damit ich wirklich ans Aufgeben gedacht hätte.

   
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